Welche Bedeutung „Industrie 4.0“ für die Wartung und Instandsetzung von Flugzeugen hat, war das Auftaktthema der neuen Reihe ZAL Diskurs MRO 4.0. 

Eine kurze Einführung in das Thema bot der Moderator des Abends Dr. Christoph Heß der ZAL GmbH. Der Begriff „MRO 4.0“ steht für die Verzahnung von MRO (maintenance, repair und overhaul) im Luftfahrtbereich und Industrie 4.0. Die hiermit verbundenen Herausforderungen standen im Fokus der folgenden Kurzvorträge und Podiumsdiskussion. 

Herr Krüger-Sprengel von Lufthansa Technik, Professor Monner vom neu gegründeten DLR Institut Instandhaltung & Modifikation sowie Professor Schüppstuhl der TU Hamburg erörterten verschiedene MRO 4.0 Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten. Hierbei begeisterte insbesondere der Vortrag aus Sicht der Luftfahrtinstandhaltung das Publikum durch die Vorstellung neuer Ansätze der Triebwerksreparatur. Bspw. erfordern neue Triebwerkstechnologien oder die zunehmende Aufgabenkomplexität, die zukünftig mehr Varianz bei gleichzeitig weniger Toleranz voraussetzt, innovative Herangehensweisen. So sind viele Luftfahrzeugkomponenten Unikate, deren Instandhaltung individuelles Vorgehen erfordert. Ein Umstand der vermuten lässt, dass neben Automatisierungslösungen zukünftig mitarbeiterzentrierte Unterstützungs- und Assistenzsysteme an Bedeutung gewinnen werden.

In der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich Publikum und Referenten einig, dass MRO 4.0 notwendig, aber nicht einfach umzusetzen ist. Die meistbenutzten Schlagworte waren hierbei „Digitalisierung“ und „Vernetzung“ – Begriffe, deren inhärente Herausforderungen spezifisch sind für das allgegenwärtige Thema Industrie 4.0. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde die Diskussion wie üblich in ein zwangloses Gettogether überführt.  

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