Farnborough, 17. Juli 2018 - Die bedeutenden Luftfahrtforschungsstandorte Hamburg und Québec bauen Ihre Zusammenarbeit weiter aus. Auf der weltweit größten Luftfahrtmesse des Jahres, der Farnborough International Airshow (16. - 22. Juli 2018) wurde in Anwesenheit führender Vertreter beider Regionen, darunter die Vizepremierministerin Québecs, Dominique Anglade, eine offizielle Vereinbarung zur Zusammenarbeit (Memorandum of Understanding) unterschrieben. Die bestehende Forschungskooperation zwischen dem ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrt-forschung und den kanadischen Partnern CRIAQ und CARIC, unter anderem zu Akustik in der Flugzeugkabine und Faserverbundstoffen, kann damit ausgebaut werden.

Das Memorandum verschriftlicht unter anderem gemeinsame und komplementäre Technologieschwerpunkte sowie die Absicht, pro Jahr ein gemeinsames Forschungsprojekt zu begründen und durch Veranstaltungen die jeweiligen Forschungscommunities einander näher zu bringen - etwa durch die jährlich stattfindenden ZAL Innovation Days und die zweijährige International Aerospace Week in Montréal. Das Agreement der Forschungsnetzwerke CRIAQ (Consortium de Recherche et d'Innovation en Aérospatiale au Québec), CARIC (Consortium for Aerospace Research and Innovation in Canada) und dem ZAL baut auf einer Absichtserklärung der Luftfahrtcluster Hamburg Aviation und Aéro Montréal auf, welche bereits 2016 in Farnborough unterzeichnet wurde. Die Kooperationsvereinbarung wurde von Denis Faubert (Präsident & CEO von CRIAQ und CARIC), Alain Aubertin (Vizepräsident CRIAQ und CARIC), Roland Gerhards (Geschäftsführung ZAL) und Joachim Edel (Manager Innovation ZAL) im Beisein von Québecs Vizepremierministerin Dominique Anglade und Hamburg Aviation Geschäftsführer Dr. Franz Josef Kirschfink unterzeichnet.

"Hamburg und Québec zählen zu den größten Luftfahrtmetropolregionen der Welt und ergänzen sich ideal in Ihren Kompetenzen. Unser Moderator für die Themen Forschung und Innovationen im Luftfahrtnetzwerk Hamburg Aviation, das ZAL, leistet seit seiner Eröffnung hervorragende Arbeit in der angewandten Luftfahrtforschung und beweist in der produktiven Zusammenarbeit mit den kanadischen Partnern erneut die Wirksamkeit seines Konzept einer offenen, kooperativen Innovationskultur. Luftfahrtforschung ist Teamwork, nur gemeinsam erreichen wir unser Ziel.", kommentiert Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch die Unterzeichnung in Farnborough.

"Das Ziel der bereits bestehenden Zusammenarbeit unserer Organisationen ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Luft- und Raumfahrtindustrie zu erhöhen und die gemeinsame Wissensbasis zu verbessern. Die Kooperation mit unserem Partner ZAL stärkt diese Mission", so CRIAQ und CARIC Präsident & CEO Denis Faubert. "Die Teamarbeit mit dem ZAL, die bereits durch zwei laufende und mehrere in Entwicklung befindliche Projekte immer konkreter wird, ist das Ergebnis intensiver Arbeit und Vertrauen. In diesem Zusammenhang danke ich dem Ministère de l'Économie, de la Science et de l'innovation von Québec für die Finanzierung dieser produktiven Kollaboration".


"Ich bin stolz auf das Konzept hinter dem ZAL TechCenter, das über alle Forschungsfelder hinweg den Gedanken einer "Open Innovation" nach vorne stellt und viele Projekte dadurch erst ermöglicht. Unsere Infrastrukturen für Hochtechnologien bieten uns die ideale Voraussetzung zur Bearbeitung relevanter Themen. Der Ausbau unserer transatlantischen Kooperationen, wie sie das MoU heute festigt, verschafft uns Wissen von unschätzbarem Wert, dass wir uns gemeinsam mit den kanadischen Partnern aufbauen. So gelingt es uns, die Luftfahrt nachhaltig zu verbessern", sagt ZAL Geschäftsführer Roland Gerhards zur Forschungskooperation mit Kanada.


Transatlantische Forschung startete bereits 2017

Bereits seit Ende 2017 arbeiten die zu den weltgrößten Standorten der Luftfahrtindustrie zählenden Regionen Hamburg und Québec in Forschung und Entwicklung zusammen. So entwickeln Partner von beiden Seiten des Atlantiks im Forschungsprojekt "New Acoustic Insulation Metamaterial Technology for Aerospace" unter Leitung des ZAL Konzepte für neue Isolierungen, die Fliegen für den Passagier langfristig leiser machen sollen. In einem weiteren Projekt forschen die Netzwerke gemeinsam im Bereich neuer feuerfester Faserverbundteile. Das Ziel: im Flugzeug verbaute Verbundstoffe sollen künftig noch sicherer, umweltschonender und vor allem leichter werden. Ein drittes kooperatives Forschungsvorhaben ist zudem noch in Planung. Das Programm ist Teil der Neuen Hightech-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und wird sowohl von deutscher als auch kanadischer Seite mit Geldern aus Politik und Wirtschaft gefördert.


ZAL gemeinsam mit Hamburg Aviation in Farnborough
Die Vereinbarung zwischen den Forschungspartnern auf beiden Seiten des Atlantiks wurde im Rahmen der weltgrößten Luftfahrtmesse 2018, der Farnborough International Airshow (16.-22. Juli in Farnborough bei London) unterzeichnet. Das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung stellt hier bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Luftfahrtcluster Hamburg Aviation aus. Zusammen mit Luftfahrtunternehmen aus der Metropolregion, den Startups Synergeticon, jetlite sowie APC (Aircraft Performance Company) sind sie im Hanse Pavillon in Halle 4/41445) vertreten. Der Hamburg-Stand ist ebenfalls Anlaufstelle für die aus Hamburg koordinierte European Aerospace Cluster Partnership (EACP) sowie den Crystal Cabin Award.


Besuchen Sie das ZAL und Hamburg Aviation auf der Farnborough International Airshow 2018: Halle 4, 41445. 3

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