Das Digitalization Technologies-Team der ZAL GmbH bringt künstliche Intelligenz in die Luftfahrt und stellt neueste Technologien für die Industrie bereit. Erhalten Sie am Beispiel von drei aktuellen Forschungsschwerpunkten einen Einblick in die innovative Arbeit unserer Experten im Bereich der künstlichen Intelligenz.

 

X-AI
Künstliche Intelligenz erleichtert uns schon heute den Alltag: Sie parkt für uns ein, stellt Newsfeeds zusammen, erkennt unser Gesicht, unsere Sprache und identifiziert Krankheiten auf Röntgenbildern. Auch in der Industrie hat die künstliche Intelligenz Einzug gehalten und gestaltet Produktionsprozesse effizienter und sicherer. Algorithmen verhalten sich jedoch oft undurchsichtig wie eine Black-Box, was dazu führt, dass diese Technologie nur eingeschränkt für sicherheitskritische Systeme genutzt werden kann. Ein bisher limitierender Faktor in einer Branche wie der Luftfahrt, die mit sehr hohen Sicherheitsstandards aufwartet. Aus diesem Grund beschäftigen sich unsere Experten mit der Fragestellung, wie künstliche Intelligenz transparent, vertrauenswürdig und nachvollziehbar gemacht werden kann, um ihren Einsatz in der Luftfahrt zu ermöglichen. Das Forschungsfeld, das sich mit dieser Form der künstlichen Intelligenz beschäftigt, wird dabei X-AI (explainable artificial intelligence) genannt.

 

Robotik und AI

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Verbindung von Robotik und AI. Roboter können Aufgaben übernehmen, die für den Menschen zu mühsam, zu repetitiv oder zu unsicher sind. Darüber hinaus kommen sie zum Einsatz, wenn höchste Anforderungen an Präzision und Reproduzierbarkeit bestehen. Um Roboter aber von regelbasierten Automaten hin zu smarten Helfern zu entwickeln, müssen sie sich ebenfalls in einem sich dynamisch wandelnden Umfeld orientieren und beispielsweise Menschen von statischen Hindernissen unterscheiden können. In diesem Kontext nutzt das Digitalization Technologies-Team Technologien wie Image Recognition, um Robotern das Sehen und Erkennen ihrer Umwelt zu ermöglichen. Innerhalb ihrer technologischen Möglichkeiten kann diese Unterform der künstlichen Intelligenz dabei universell eingesetzt werden und Prozesse in der Produktion und Fertigung, aber auch in der Bauteilüberwachung oder Logistik effizienter und sicherer machen.

 

Synthetische Daten

Daten sind das neue Öl - sie versorgen den Maschinenraum des Deep Learnings (eine Unterkategorie der künstlichen Intelligenz) mit Energie und ermöglichen die Interpretation komplexer Datenströme, wie zum Beispiel die menschliche Sprache. Anders als Öl sind Daten zwar nicht endlich, liegen für spezielle Problemstellung aber häufig nicht in hinreichendem Umfang oder ausreichender Qualität vor. Deshalb setzt das Expertenteam auf synthetische, künstlich generierte Daten. So kann ein Roboter, der in einer virtuellen Umgebung trainiert wird, anschließend in der realen Welt agieren. Der Herausforderung, dass dies trotz der unvermeidbaren Unterschiede zwischen synthetischen und realen Daten zuverlässig funktioniert, stellt sich unser Digitalization Technologies-Team.

 

Kontakt:

Dr. Leonid Lichtenstein
Center of Competence Digitalization Technologies
Tel.: 040 248 595 143, E-Mail: leonid.lichtenstein(at)zal.aero"

 

 

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